the story behind CLAUDIA HAINBÖCK

Claudia Hainböck | Yogahoch8 | (c) Foto Andraschek
Claudia Hainböck | Yogahoch8 | (c) Foto Andraschek

Claudia Hainböck ist mit Leib und Seele Yoga-Lehrerin. Sie gründete im Februar 2016 Yogahoch8, Horns erste Yogashala. Seither begeistert sie ihre Schüler_innen mit ihrem Einfühlungsvermögen, ihrem Wissen, ihrem Optimismus und ihrer ausgeglichenen Persönlichkeit. Als Frau, Ehefrau, Mutter, Freundin und Selbstständige ist es nicht immer leicht alle Lebensbereiche unter einen Hut zu bringen, doch gerade die Selbstständigkeit bietet ihr die größte Chance.

Wer ist bist du und was machst du?

Ich bin Frau, Ehefrau, Mutter, Freundin und Yogalehrerin aus purer Leidenschaft. So vieles und noch mehr zu sein zerreißt mich nicht. Es macht mich zu einem Ganzen. Vieles, das ich privat bin, brauche ich ebenso in meinem Beruf als selbstständige Yogalehrerin. Und immer brauche ich Yoga im „normalen Leben“. Genau dieses Vereinen und „Ineinanderfließenlassen“ ist meine Kompetenz. Ich gehe stetig, langsam, aber voller Hoffnung, Zuversicht und Zufriedenheit meinen Weg.

Wie und warum kam es zur Gründung deines Unternehmens?

Während der Karenz mit meinem 2. Kind wurde mir klar, dass ich nicht leicht in meinen alten Beruf zurück kann. Yoga war schon immer meine Leidenschaft und am Land gibt es wenig Angebot. Daher kam schnell die Idee das selbst in die Hand zu nehmen. Auch haben sich durch das Muttersein meine Weltanschauung und das Gespür für das wirklich Wichtige im Leben verschoben.

Worin findest du Selbstmotivation, dein Business voran zu treiben?

Meine Musen sind meine Schüler_innen. Jedes Mal, wenn ein_e Schüler_in mit einem seligen Lächeln und einem zufriedenen Seufzer meine Yogashala verlässt, ein kleines Dankeschön in Form einer Umarmung gegeben wird und das „Auf Wiedersehen“ mit einem „Ich freu‘ mich schon so auf nächstes Mal“ kombiniert wird, ist das meine Bestätigung und Motivation, um weiter zu machen. Und auch, um an mir selbst zu arbeiten.

Mit welcher Herausforderung hattest oder hast du am meisten zu kämpfen?

Die größte Herausforderung war zu Beginn, und ist es bis jetzt, Familie, Ehe und Beruf nicht nur unter einen Hut zu bringen, sondern dafür zu sorgen und daran zu arbeiten, dass keiner dieser Eckpfeiler zu kurz kommt. Es reicht mir nicht, meine Kinder „nur“ gut versorgt zu wissen, sie sollen glücklich sein und ich möchte viel wertvolle Zeit mit ihnen verbringen. Aber abgesehen von ein paar kleinen Startfehlern, aus denen ich gelernt habe, bin ich mehr als zufrieden.

Und was liebst du an deinem Job?

Ich habe Freiheiten von denen Angestellte nur träumen können. Mir meine Arbeitszeit, wie viel ich arbeite und verdiene, wann ich Urlaub mache, selbst einteilen zu können, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, ist für mich purer Luxus. Ich liebe es mich in meinem Beruf für mich und meine Schüler_innen weiterzubilden und das Ganze mit Reisen zu verbinden. Und das schönste Kompliment ist das Lächeln meiner Schüler_innen. Und wenn jemand sagt, du bist und lebst das, was du tust und weitergibst.

Was würdest du anderen raten, die vorhaben, ein Unternehmen zu gründen?

Mach‘, was dich glücklich und zufrieden macht. Versuche dich an neuen ungewohnten Dingen, komm‘ aus deiner Wohlfühlzone heraus. Solange man es nicht versucht, wird sich die Frage „Kann ich das und schaffe ich das“ nicht von selbst beantworten. Es ist wichtig, dass man seinen Beruf liebt und gerne macht, auch wenn es hier und da Kompromisse gibt, die man einzugehen hat.

Inwiefern unterscheiden sich Wunschdenken und Realität im Bezug auf dein Unternehmertum?

Nie hätte ich gedacht, so schnell so viele Leute begeistern zu können. Es ist ein unglaubliches Geschenk, das mir gerade in der Startphase viel Kraft gespendet hat.

Schließe die Augen und denke an deine unternehmerische Zukunft. Was siehst du?

Mein Motto ist „klein, aber fein“, und das wird es auch immer sein. Ich will nicht die Welt im großen Stil verändern. Solange ich mein Auskommen habe und dabei glücklich bin, möchte ich nicht mehr erreichen. Wenn ich nur eine Handvoll Schüler_innen langfristig halte und ich ein bisschen zu einem schönen, erfüllten und gesunden Lebenswandel beitragen kann und die Lehren des Yoga weitergebe, ist mein Werk getan. Auch kleine Wellen breiten sich aus, werden von allein größer und verändern etwas.

Welche Superheld_innen-Eigenschaft hättest du gerne und warum?

Eine absolut geniale Frage! Ich würde gerne die Zeit anhalten können. Der Grund: Jede berufstätige Mutter braucht so etwas. Und ich könnte die Welt anhalten, ihr und mir eine Pause geben und die Stille genießen. Ein Element zu beherrschen und Telekinese wären sicher auch manchmal von Vorteil, genauso wie unter Wasser atmen und sprechen zu können, was wohl meine Lieblingssuperkraft als Kind gewesen wäre.

Wessen Geschichte würdest du bei the story behind gerne lesen wollen und warum?

Die Geschichte meines Schwiegervaters Bernhard Hainböck würde mich sehr interessieren. Auch wenn ich die Geschichte des Familienbetriebes und die Fakten kenne, würde ich gerne auch einmal die persönliche Geschichte hören. Ich denke, daraus können sicher viele etwas auf den eigenen Weg mitnehmen.

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