the story behind CORNELIA VOGLMAYR

Cornelia Voglmayr | Birdly
Cornelia Voglmayr | Birdly

Schmuck aus Graffiti? Passt nicht zusammen? Und ob! Eigentlich als Tänzerin und Choreographin tätig, hat sich Cornelia Voglmayr im Bereich Kunsthandwerk im November 2015 ein zweites Standbein aufgebaut. Unter dem Schmucklabel Birdly fertigt die Künstlerin einzigartige Stücke aus den Farbschichten von Graffiti-Wänden und verbindet damit Altes mit Neuem.

Wer bist du und was machst du?

Meine ursprüngliche Leidenschaft ist der Tanz. Dieser Faszination folge ich schon seit ich ein kleines Kind bin und hat mich dann dazu bewegt, zeitgenössischen Tanz in London zu studieren. Seitdem bin ich als Tänzerin bzw. Choreographin tätig. Seit letztem Jahr hat mich dann auch noch eine andere Leidenschaft eingeholt: das Kunsthandwerk. Das Kreieren und Schaffen sowie Altes zu Neuem zu machen, füttert meinen kreativen Geist regelmäßig mit neuen Ideen und Inspirationen. So kam es, dass ich vor ca. 1,5 Jahren anfing, Schmuck aus den Farbschichten der Graffiti Wände zu machen und Ende letzten Jahres mein eigenes Label gründete.

Wie und warum kam es zur Gründung deiner Selbstständigkeit?

Für mich war die Selbstständigkeit schon relativ schnell vorprogrammiert. Als Tänzerin hast du entweder die Möglichkeit in einer Company bzw. an einem Theater angestellt zu werden oder du machst dich selbstständig. Da es nur sehr wenige fixe Anstellungen für Tänzer gibt und ich auch schnell gemerkt habe, dass mich die Arbeit mit einem fixen Vertrag sehr einschränkt, war das nicht wirklich eine Option. Außerdem hat ein kleiner Sturschädel, der so viele eigene Ideen umsetzen will in einer Company auf Dauer wenig verloren …

Worin findest du Selbstmotivation, dein Business voran zu treiben?

Dieses Häkchen neben der To-Do Liste motiviert mich enorm. Mein Drang, Ideen umzusetzen ist mein größter Motivator. Aber um ganz ehrlich zu sein: Manchmal ist es auch das Geld, das nun mal leider nicht vom Himmel fällt.

Mit welcher Herausforderung hattest oder hast du am meisten zu kämpfen?

Oft ist meine Zeitplanung eine Katastrophe. Es ist zwar schön, sich die Freizeit auch immer wieder zwischendurch einfach nehmen zu können, aber die Trennung von Arbeit und Freizeit (komplett abzuschalten und keine To-Do Listen im Kopf zu haben) fällt mir bis heute unheimlich schwer. Vor allem, wenn man viel von zu Hause arbeitet und keine örtliche Trennung stattfindet. Es braucht viel Disziplin, gewisse Zeitpläne ohne Druck von außen einzuhalten.

Und was liebst du an deinem Job?

Ich liebe die Vielseitigkeit an meinem Job. Die neuen Herausforderungen und verschiedenen Themen mit denen ich künstlerisch sowie unternehmerisch konfrontiert werde, lassen mich täglich dazulernen. Das gibt mir das Gefühl ein kleines Kind auf Entdeckungsreise zu sein und das inspiriert mich.

Was würdest du anderen raten, die vorhaben, ein Unternehmen zu gründen?

Nicht zu viel nachdenken, einfach machen! Und erst dann sehr viel nachdenken …

Inwiefern unterscheiden sich Wunschdenken und Realität im Bezug auf dein Unternehmertum?

Es braucht so wahnsinnig viel Geduld und Ausdauer bis große Arbeiten kleine Früchte tragen. Und auch, wenn die ersten Früchte geerntet sind, geht es nicht immer bergauf, sondern immer wieder auch bergab. Das war mir vorher nicht bewusst. Aber das Schöne ist, dass diese kleinen Früchte immer genug Motivation geben, den nächsten steilen Hügel hinaufzugehen. Hügel sowie Risiken gehören dazu – das wurde mir klar, so wird es aber auch nie langweilig.

Schließe die Augen und denke an deine unternehmerische Zukunft. Was siehst du?

Eine Zukunft in der es immer Platz und Energie für die Umsetzung absurdester Ideen gibt.

Welche Superheld_innen-Eigenschaft hättest du gerne und warum?

Ist Multi-Tasking eine Superhelden-Eigenschaft?

Wessen Geschichte würdest du bei the story behind gerne lesen wollen und warum?

Lilo Krebernik und Kathi Macheiner. Sie sind ein Team, eine Großfamilie, ein kreatives Sammelsurium und Gründer des AdhocPAD in Wien. Ihre Energie verschiedene Projekte zu realisieren – und das immer in engstem Zusammenhalt der ganzen Familie –, finde ich unheimlich inspirierend.

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