the story behind KATRIN KLAR

Katrin Klar | Katrin Klar Photography | (c) Barbara Wenz
Katrin Klar | Katrin Klar Photography | (c) Barbara Wenz

Seit September 2010 leitet Katrin Klar ein kleines, aber feines Wiener Fotostudio, das sich auf Hochzeits-, Neugeborenen- und Businessportrait-Fotografie spezialisiert hat. Schon früh hat sich – aus Leidenschaft – mit Fotojobs finanziell über Wasser gehalten und aus diesem Zufall heraus eine Haupteinnahmequelle gemacht. Sie selbst beschreibt ihr Business so als hätte ihr gar nichts Besseres passieren können, außer vielleicht noch Aufträge für National Geographic zu bekommen.

Wer ist bist du und was machst du?

Ich bin ausgebildete künstlerische Fotografin und Werbegrafikerin sowie ein absoluter Tiernarr.

Wie und warum kam es zur Gründung deines Unternehmens?

Schon während meines Studiums habe ich mich mit Fotojobs finanziell über Wasser gehalten. Mit der Zeit kamen immer mehr Aufträge. Daher war es naheliegend, mich irgendwann selbstständig zu machen. Besonders im künstlerischen Bereich ist es wichtig, authentisch zu sein und daher schwer für andere zu arbeiten.

Worin findest du Selbstmotivation, dein Business voran zu treiben?

Ich möchte mit meinen Fotos Menschen eine kleine Freude bereiten und mich dabei als Fotografin und als Mensch weiterentwickeln. Meine Motivation ist es, meinen persönlichen Stil immer mehr herauszuarbeiten und zu verfeinern. Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass ich Stunden an einem Foto arbeite und die Zeit dabei wie im Flug vergeht.

Mit welcher Herausforderung hattest oder hast du am meisten zu kämpfen?

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit war das Fotografengewerbe noch reglementiert und der Einstieg in die Branche voller bürokratischer Hürden. Trotz meiner Ausbildung dauerte es seine Zeit bis ich den Gewerbeschein lösen konnte. Heutzutage ist es für Neuankömmlinge glücklicherweise viel einfacher.

Und was liebst du an deinem Job?

Der direkte Umgang mit Menschen sowie die Abwechslung, die die Selbstständigkeit mit sich bringt. Ich bin zwar Fotografin, aber mein Job beinhaltet so viele Facetten: Digitale Nachbearbeitung, Filmschnitt, Marketing, Grafik- und Webdesign, Buchhaltung, Messebetreuung, Akquise, Hochzeitsplanung und oft höre ich einfach nur den Geschichten meiner Kund_innen zu. Ich bin besonders bei meinen Hochzeitskunden sehr in die Geschehnisse dieses für sie so wichtigen Tages involviert. Da kann es schon mal vorkommen, dass  ich am Vortag der Hochzeit auch mal zur Therapeutin werde. Mir wird definitiv nicht langweilig.

Was würdest du anderen raten, die vorhaben, ein Unternehmen zu gründen?

Keine Angst vor der „Unsicherheit“ zu haben. Ich persönlich empfinde zum Beispiel einen Angestelltenjob als unsicher. In der Selbständigkeit hat man es selbst in der Hand. Ich würde Neugründer_innen außerdem raten, die monatlichen Ausgaben so gering wie möglich zu halten – lieber ein kleines Lokal mieten oder von zu Hause aus zu arbeiten. Wichtig ist es auch, sich an regelmäßige Arbeitszeiten zu halten. Sonst kann es leicht, passieren, dass man die Nacht zum (Arbeits-) Tag macht. Eine große Herausforderung, die wahrscheinlich jede_r Selbstständige nur zu gut kennt, ist, in der Freizeit wirklich abschalten zu können.

Inwiefern unterscheiden sich Wunschdenken und Realität im Bezug auf dein Unternehmertum?

Da ich in die Selbstständigkeit mehr oder weniger hineingerutscht bin, hatte ich anfangs auch keine konkrete Vorstellung davon, auf was ich mich dabei einlasse. Doch mir hat es gefallen und ich bin dabeigeblieben.

Schließe die Augen und denke an deine unternehmerische Zukunft. Was siehst du?

Eine Freelance Orca-Fotografin für National Geographic.

Welche Superheld_innen-Eigenschaft hättest du gerne und warum?

Die Eigenschaft, mit Tieren sprechen zu können.

Wessen Geschichte würdest du bei the story behind gerne lesen wollen und warum?

Sam Harris oder Christopher Hitchens, aber zweiterer ist leider schon gestorben.

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