the story behind MARIA KRAL-GLANZER

Maria Kral-Glanzer | Kommunikationsgreisslerei |
Maria Kral-Glanzer | Kommunikationsgreisslerei

Mit ihrer Krebsdiagnose fand sie den Mut, Herzenswünsche anzugehen. Darunter die Gründung ihrer Kommunikationsgreisslerei im Juli 2016. Maria Kral-Glanzer arbeitet, so sagt sie selbst, mit Herz und G’spür an unterschiedlichen Marketing- und Kommunikationsprojekten. Zudem ermöglicht ihr die Selbstständigkeit, ihrem eigenen Rhythmus zu folgen.

Wer bist du und was machst du?

In kleinen Unternehmen kommen Marketing und Kommunikation oft zu kurz. Neben knappen Budgets fehlt es vor allem an Zeit. Ich unterstütze dort, wo Hilfe nötig ist. Punktgenau zugeschnitten auf den Bedarf und das Unternehmen. Mein persönliches Credo lautet: mit Herz und G’spür. Denn neben Know-how braucht es vor allem Herzblut und Erfahrung, um erfolgreich zu sein. Mein Handwerk habe ich von der Pike auf gelernt und in den letzten 15 Jahren praktisch unter Beweis gestellt.

Wie und warum kam es zur Gründung der Kommunikationsgreisslerei?

Bis zum Sommer 2013 verlief mein Leben nach Plan: Ich hatte einen Job, um den mich viele beneideten. Meine Ausbildung an der Berliner Journalistenschule neigte sich ihrem Ende zu und ich machte meine ersten Schritte als freie Journalistin. Besser ging es eigentlich nicht! Bis ich erfuhr, dass ich Krebs habe. Die Diagnose stellte mein Leben auf den Kopf, half mir aber, mich von alten Denkmustern zu befreien. So fand ich den Mut, mich selbständig zu machen. Wann, wenn nicht jetzt, sagte ich mir.

Worin findest du Selbstmotivation, dein Business voran zu treiben?

Ich arbeite leidenschaftlich gerne. Allerdings bin ich kein Morgenmensch, sondern arbeite lieber spät nachts. Durch die Selbstständigkeit kann ich im Einklang mit meinem eigenen Rhythmus arbeiten und das wirkt sich wiederum positiv auf meine Arbeit aus. Zudem wollte ich mich schon immer selbstständig machen und herausfinden, ob ich dieser Herausforderung gewachsen bin. Statt für andere für sich selbst die Werbetrommel zu rühren, Kunden zu gewinnen und diese auf ihrem Weg zu begleiten.

Mit welcher Herausforderung hattest oder hast du am meisten zu kämpfen?

Anfangs ist es schwierig, den Aufwand für ein Projekt richtig einzuschätzen. So zahlt man als Jungunternehmer erst einmal Lehrgeld, bevor man selbstbewusst zum Wert seiner eigenen Leistung steht. Denn fast jeder weiß, wie viel eine Mechanikerstunde kostet, aber kaum jemand, was die Entwicklung einer Strategie bzw. eines Konzepts oder ein gut lesbarer und verständlicher Text wert sind. Bei kleinen Budgets erschwert das zwar die Preisverhandlung, trotzdem rate ich von aggressivem Preisdumping ab.

Und was liebst du an deinem Job?

Als Marketing- und Kommunikationsberaterin lerne ich ständig neue Menschen kennen und erhalte Einblick in verschiedene Unternehmen und Branchen. Es macht mir Freude, meine Erfahrung und mein Know-how zu teilen und so meine Kunden Stück für Stück ihrem Ziel näher zu bringen. Gleichzeitig lerne auch ich immer etwas Neues dazu. Das macht es so abwechslungsreich.

Was würdest du anderen raten, die vorhaben, ein Unternehmen zu gründen?

Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Nur wer seine Idee wirklich auf Herz und Nieren prüft, hat die Chance, am Markt zu überleben und langfristig erfolgreich zu sein. Auf den ersten Blick haben zwar viele eine gute Idee, vergessen aber auf den Nutzen für den Kunden. Unverzichtbar ist auch ein funktionierendes Netzwerk an Kooperationspartnern, Gleichgesinnten und natürlich an potenziellen Kunden.

Inwiefern unterscheiden sich Wunschdenken und Realität im Bezug auf dein Unternehmertum?

Mir war klar, dass es einige Zeit brauchen wird, bis das eigene Business eingerichtet ist und zu laufen beginnt. Aber als Unternehmer scheint die Uhr noch viel schneller zu ticken. So braucht es ein hohes Maß an Disziplin, um alles unter einen Hut zu kriegen. Auch wenn man schon vorher weiß, dass selbstständig zu sein vor allem eines bedeutet: selbst und ständig zu arbeiten. Trotzdem macht es mir großen Spaß, frei gestalten zu können und eigene Entscheidungen zu treffen.

Schließe die Augen und denke an deine unternehmerische Zukunft. Was siehst du?

Für meine Zukunft wünsche ich mir eine gute Balance zwischen Arbeit und Leben. Genügend Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu haben wie Familie, Freunde und Dinge, die einem Kraft geben. Aber auch interessante und herausfordernde Projekte zu realisieren. Am liebsten mit einem Team, in dem Motivation und Chemie stimmen und jeder seine persönlichen Stärken einbringen kann.

Welche Superheld_innen-Eigenschaft hättest du gerne und warum?

Zaubern wäre genial! Dann müssten meine Kunden weder Zeit noch Geld investieren, um ihre Ziele zu erreichen. Ein Augenzwinkern von mir würde dann schon reichen.

Wessen Geschichte würdest du bei the story behind gerne lesen wollen und warum?

Jeder Unternehmer hat seine eigene, spannende Geschichte. Deswegen bin ich schon auf all die persönlichen Geschichten dahinter gespannt, wer auch immer diese erzählt.

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