the story behind SILVIA TICHLER

Silvia Tichler | silviaschreibt
Silvia Tichler | silviaschreibt

Silvia Tichler ist einerseits Reise-Bloggerin und -journalistin und andererseits im Bereich Marketing tätig. Mit silviaschreibt hat die bekennende Frühaufsteherin, wie viele andere Selbstständige, im heurigen Jahr ihr Hobby bzw. ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Und dies mit einem großen Wunsch: Vom Verdienst ihrer aufregenden Tätigkeit als Reise-Bloggerin und -journalistin vollständig leben zu können.

Wer ist bist du und was machst du?

Ich bin Silvia, seit jeher reiselustig und umtriebig, für jeden Spaß zu haben und Coffee-Loverin. Marketing, PR, Social Media sowie das Schreiben ansich haben mich schon immer interessiert und wurden schlussendlich zu einer Leidenschaft. Diese Leidenschaft lebe ich in meiner Tätigkeit als Reisebloggerin und –journalistin aus. Davon leben kann ich bis dato „noch“ nicht. Den zweiten Teil meines Arbeitslebens verbringe ich mit der Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen (großteils Online Marketing und im Bereich Social Media) für die unterschiedlichsten Unternehmen.

Wie und warum kam es zur Gründung deiner Selbstständigkeit?

Studiert habe ich Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement an der Fachhochschule Kufstein in Tirol. Danach habe ich ab 2007 bei einem großen Reiseveranstalter im Bereich Eventmanagement, PR und Marketing gearbeitet. Dort konnte ich meine Reiselust schon teilweise ausleben bzw. wurde sie noch mehr entfacht. Im Sommer 2014 war es dann Zeit für eine Veränderung. In meiner fünfmonatigen Auszeit fand ich endlich die Zeit, meinen eigenen Blog mit all meinen Reiseerlebnissen auf die Beine zu stellen. Nebenbei übernahm ich kleinere und größere Marketingprojekte für Bekannte und so nahm alles seinen Lauf. Nach einer kurzen Festanstellung machte ich im Herbst 2015 dann Ernst und wagte mich erst mal nebenbei in die Selbstständigkeit, um schlussendlich mit Anfang diesen Jahres vollkommen unabhängig zu werden.

Worin findest du Selbstmotivation, dein Business voran zu treiben?

Ich lebe nach dem Motto „Carpe diem“ und „Do more of what makes you happy“. Demnach versuche ich jeden Tag auszufüllen, mit dem was mir Spaß macht. Die größte Motivation ist aber, zu wissen, dass man für sein eigenes Business, für seinen persönlichen Karrieretraum, arbeitet. Und es heißt nicht umsonst selbstständig. Selbst und ständig arbeite ich oft ab 5 Uhr morgens und das klassische Wochenende am Samstag und Sonntag gibt es manchmal eben nicht. Hört sich schlimm an? Gar nicht. Denn ich hab mein Hobby zum Beruf.

Mit welcher Herausforderung hattest oder hast du am meisten zu kämpfen?

Ich musste bzw. muss ich es wahrscheinlich noch immer lernen, das selbstständig nicht zwangsweiße selbst und ständig heißt. Bis dato habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich sonntags auf der Couch liege und einen ganzen Tag mit Nichtstun (kommt eh so gut wie nie vor) verbringe, denn eigentlich könnte ich Kund_innenakquise betreiben, die Buchhaltung machen, an Konzepten für Kund_innen arbeiten, etc.

Und was liebst du an deinem Job?

Die freie Zeiteinteilung und das ortsunabhängige Arbeiten sind für mich das Beste an meinem Job. Ich bin morgens ab 6 Uhr am produktivsten. Jetzt kann ich diese Produktivität unabhängig und selbstbestimmt einsetzen. Ich muss nicht 9 to 5 an einem Arbeitsplatz auf Knopfdruck Leistung bringen. Ich kann zwischen meinen Home Office-Arbeitsstunden beispielsweise laufen gehen, mich auch mal mit Freunden zum Kaffee treffen, um danach den Kopf wieder frei zu haben bzw. werden gerade bei solchen Treffen immer neue Ideen und Gedankenansätze geboren. Dafür arbeite ich aber auch mal Samstag oder Sonntag, weil es erforderlich ist oder aber weil es mir persönlich so am idealsten reinpasst.

Was würdest du anderen raten, die vorhaben, ein Unternehmen zu gründen?

Starte nicht von 0 auf 100. Baue dir eventuell neben deinem derzeitigen Job schon etwas auf: Ein Konzept, die Website, einen Kund_innenkreis, dein Büro etc. Das ist in der Übergangsphase während dem Fulltime-Job eine echte Herausforderung und mit viel Arbeit und Zeitaufwand verbunden, allerdings musst du so nicht ins kalte Wasser springen. Halte dir auch vor Augen, dass du eventuell scheiterst. Ich hatte immer Plan B im Kopf. Wenn es nicht klappt mit der Selbstständigkeit, dann such ich mir eben wieder einen Job. Gute Leute werden immer gesucht. Das hat mir einerseits den Druck und auch die Angst genommen. Und Netzwerken. Das Wort ist keine leere Hülle. Veranstaltungen besuchen, raus gehen, neue Leute kennen lernen, an Workshops teilnehmen und raus aus der Komfortzone!

Inwiefern unterscheiden sich Wunschdenken und Realität im Bezug auf dein Unternehmertum?

Man kann nicht alle Projekte und Kunden annehmen. Man muss auch im Gegensatz zur anfänglichen „Ich kann alles schaffen“ bzw. „Ich muss alle Kund_innen annehmen-Mentalität“ so ehrlich zu sich selbst sein und nach effizienten und effektiven Gesichtspunkten sein Kunden- bzw. Projektportfolio aufbauen. Ich hätte mir niemals erträumt, dass mein erstes Jahr mit silviaschreibt so gut laufen wird. Wenn sich eine Tür geschlossen hat, öffnete sich eine neue! Ich war überrascht über die Macht des Empfehlungsmarketings und der Mundpropaganda.

Schließe die Augen und denke an deine unternehmerische Zukunft. Was siehst du?

Ich wünsche mir in der Zukunft ganz viele silviaschreibt-Geschichten, egal ob online oder print. Hauptberuflich möchte ich vom Bloggen und Reisejournalismus leben können und die ganze große Vision wäre die Königsdisziplin: ein Buch schreiben.

Welche Superheld_innen-Eigenschaft hättest du gerne und warum?

Ich weiß nicht, ob oder welche_r Superheld_in über diese Eigenschaft verfügt, aber ich hätte gerne, dass eine Stunde wie ein Tag vergeht oder das mein Tag einfach mehr als 24 Stunden hat. Es gibt noch soviel von der Welt zu bereisen und noch so vieles darüber zu schreiben. Und ich befürchte mir wird die Zeit zu kurz.

Wessen Geschichte würdest du bei the story behind gerne lesen wollen und warum?

Da würde es einige geben. Sehr inspirierend finde ich aber die Story rund um Florian Gschwandner und runtastic.

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